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Verkehrsverein Tourismusregion Karlsruhe e.V.
Seminarstr. 12
76133 Karlsruhe

Wohnraum für Karlsruhe durch verdichtetes Bauen

Planungsausschuss diskutierte Projekte in Daxlanden und Grünwinkel
Etwa 420 Mietwohnungen für rund 1.000 Menschen, kleinere Gewerbeeinheiten und eine Kindertagesstätte sowie betreutes Wohnen sollen durch die Volkswohnung auf dem ehemaligen Sportareal in Daxlanden entstehen.

Im Planungsausschuss begrüßten die Stadträtinnen und Stadträte am Donnerstag (21. Mai) einhellig das Ergebnis einer von der Volkswohnung durchgeführten Planungskonkurrenz. Der vom Preisgericht Ende April ausgewählte Entwurf von ASTOC Architects and Planners aus Köln sei eine städtebaulich gelungene Antwort auf den dringenden Bedarf an Mietwohnungen. Der Planungsausschuss befürwortete daher am Donnerstag unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert, auf Basis des Konzepts einen Bebauungsplan aufzustellen.
Aufgabe der Architekten war es, auf den Flächen zwischen der B 36, der Gerhart-Hauptmann-Straße und der August-Dosenbach-Straße ein zeitgemäßes, nachhaltiges Wohnquartier zu entwickeln - mit maximal verträglicher und dennoch qualitätsvoller, städtebaulicher Dichte. Die „freie Formensprache“ der sieben Gebäude entfalte spannende Räume mit großer Weite zwischen den Gebäuden hatte die Jury ausgeführt. Die Anordnung des Ensembles biete eine höhere Wertigkeit als bei einer üblichen Anordnung der Gebäude in Reihe oder als Karree. Der geschwungene Riegel zur B 36 schotte den Lärm von der B 36 ab. Der Ausschuss sah als einen Vorteil, dass die Wallanlage des ehemaligen Stadions und das Vereinsheim erhalten werden können. Der innovative Entwurf, der von der erfolgreichen Verlagerung der Sportanlagen in die Fritschlach abhängt, habe viel Potential. Insbesondere die Bebauung entlang der B 36 sei Visitenkarte für den Stadteingang, hier komme es auf eine gute Architektur an. Beim Grünzug gibt es zwar gewisse Einriffe, aber durch den Erhalt des Baumbestands im Bereich des ehemaligen Stadions werde dies ausgeglichen.
Die modulare Bauweise ist für die Volkswohnung ein Pluspunkt bei diesem Mietwohnungsprojekt, da gleiche Module mehrfach in verschiedenen Anordnungen verwendet werden können kann dies der Wirtschaftlichkeit zugute kommen. Auf eine Nachfrage aus dem Ausschuss versicherte Geschäftsführer Reiner Kuklinski, dass für betreutes Wohnen ein Betreiber benötigt werde, dies jedoch im Konzept ohne Weiteres eingearbeitet werden könne. Auch gebe es Flächen für rollstuhlgerechtes Wohnen.
Beim Bauvorhaben des Mieter- und Bauvereins bleibt es bei drei Gebäuden
Auf Grundstücken des Mieter- und Bauvereins in der Durmersheimer Straße / Ecke Heinrich-Sprachholz-Straße in Grünwinkel sollen Mietwohnungen entstehen. Auf Basis des Ergebnisses einer Mehrfachbeauftragung hat der Mieter- und Bauverein mittlerweile einen Bauantrag für 62 Mietwohnungen in drei Gebäuden eingereicht. Das Vorhaben ist durch einen Bebauungsplan planrechtlich abgedeckt. Für ein weiteres Grundstück gibt es kein Planrecht. Hier könnten weitere zwölf Wohnungen entstehen. Das Projekt soll nach dem mehrheitlichen Willen des Planungsausschusses nicht weiter verfolgt werden.
Der Ausschuss hatte der Bebauung im September 2014 zwar grundsätzlich zugestimmt. Er hatte aber das mittige Gebäude mit Blick auf die Nachbarbebauung kritisch gesehen. In Gesprächen und mit einer Veranschaulichung vor Ort wurde mit den betroffenen Eigentümern sowohl die ursprünglich vorgesehene Bebauung, als auch eine abgeänderte Variante diskutiert. Angesichts der großen Dichte bei verhältnismäßig geringem zusätzlichem Wohnraumgewinn sprach sich der Planungsausschuss jetzt dafür aus, auf das zusätzliche Gebäude im Innenbereich zu verzichten und keinen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen.

Quelle: Pressemeldung PIA Stadt Karlsruhe